Die Focke-Wulf 190 – Technik, Entwicklung und Einsatz
Die Focke-Wulf Fw 190 zählt zu den technisch bedeutendsten Jagdflugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Ihre Entwicklung und Produktion erfolgten im Rahmen der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft. Der folgende Artikel betrachtet das Flugzeug aus technik- und luftfahrthistorischer Perspektive und ordnet es in seinen historischen Zusammenhang ein.
Als die Focke-Wulf Fw 190 im Jahr 1941 erstmals über dem Ärmelkanal auftauchte, staunten britische Piloten nicht schlecht. Die neue deutsche Maschine war schneller, aggressiver bewaffnet und in vielen Situationen überlegen gegenüber den damaligen Standardjägern der Royal Air Force. Schon nach den ersten Luftkämpfen galt die Fw 190 als ernsthafte Bedrohung.
Entwickelt wurde das Flugzeug vom Konstrukteur Kurt Tank bei den Focke-Wulf-Werken in Bremen. Ziel war es, einen modernen Jagdflieger zu schaffen, der robuster, leistungsfähiger und vielseitiger als die Messerschmitt Bf 109 sein sollte. Genau das gelang.
„Der BMW-801-Motor der Fw 190 klingt vom Prinzip fast wie ein gigantischer luftgekühlter Motorrad-/Boxermotor auf Steroiden. Mechanisch, roh, laut, ölverschmiert.“
Der mächtige 14 Zylinder Sternmotor als Markenzeichen
Focke-Wulf 190 im Detail
Das auffälligste Merkmal der Focke-Wulf Fw 190 war ihr großer luftgekühlter BMW-801-Sternmotor mit 41,8 Liter Hubraum (3 Liter Hubraum pro Zylinder)! Während viele andere Jagdflugzeuge der Zeit auf empfindlichere Reihenmotoren setzten, entschied man sich hier bewusst für einen robusten Sternmotor mit enormer Leistung. Dabei handelte es sich um zwei hintereinanderliegende 7 Zylinder in Sternform mit einer gemeinsamen Kurbelwelle. Damit der hintere Block aber nicht in der glühend heißen Abluft des vorderen erstickt, wurden die hinteren Zylinder auf Lücke gesetzt – also leicht verdreht, damit sie genau in die Zwischenräume der vorderen Zylinder schauen. So konnte der kühlende Luftstrom problemlos an allen 14 Zylindern vorbeiströmen.
Bemerkenswert war vor allem das sogenannte Kommandogerät.
Während Piloten vieler zeitgenössischer Flugzeuge verschiedene Motorparameter wie Propellerverstellung, Gemisch und Ladersteuerung koordinieren mussten, nahm die Fw 190 ihrem Piloten einen großen Teil dieser Arbeit ab. Über den Leistungshebel wurde die gewünschte Motorleistung vorgegeben, während das Kommandogerät mehrere Einstellungen automatisch aufeinander abstimmte (Drosselklappe, Kraftstoff-/Gemischregelung, Propellerdrehzahl bzw. -steigung, Zündzeitpunkt und Ladersteuerung). Der Pilot konnte sich dadurch stärker auf das Wesentliche konzentrieren: fliegen, zielen und kämpfen.
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Der BMW 801 verfügte je nach Ausführung über:
bis zu 1.700 bis 2.000 PS
14 Zylinder
Doppelstern-Bauweise
direkte Kraftstoffeinspritzung
Der Motor verlieh der Maschine:
starke Beschleunigung
hohe Geschwindigkeit
enorme Durchzugskraft
gute Überlebensfähigkeit im Gefecht
Gerade im Luftkampf galt die Fw 190 deshalb als äußerst widerstandsfähig. Selbst schwere Treffer im Frontbereich führten oft nicht sofort zum Ausfall der Maschine.
BMW 801 14-Zylinder-Doppelsternmotor in der Automobile Welt Eisenach:
BMW 801 14-Zylinder-Doppelsternmotor
„Die Focke-Wulf Fw 190 zählte zu den bekanntesten deutschen Jagdflugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Ihre hohe Geschwindigkeit, starke Bewaffnung und robuste Konstruktion machten sie zu einem technisch bedeutenden Flugzeug ihrer Zeit.“
Wechsel zum Jumo 213 A-1 V 12 Motor
Focke-Wulf Flugzeugbau
Der Wechsel vom luftgekühlten Doppelsternmotor BMW 801 zum flüssigkeitsgekühlten V12 Junkers Jumo 213 war eine direkte Reaktion auf die alliierte Luftherrschaft in großen Höhen: Während der BMW 801 ab etwa 6.000 Metern drastisch an Leistung verlor, behielt der aufgeladene Jumo 213 auch jenseits der 8.000 Meter seine volle Kraft. Durch diese Umrüstung entstand mit der Fw 190 D-9 die berühmte „Langnase“ – eine ursprünglich als Provisorium gedachte Anpassung, die der Maschine genau die Steigrate, Endgeschwindigkeit und Höhenkampffähigkeit verlieh, um modernen Begleitjägern wie der P-51 Mustang auf Augenhöhe zu begegnen. Der Motor kam auch in der späteren Ta 152 zum Einsatz.
Der Junkers Jumo 213 A-1 V 12 Motor für die Focke Wulf 190 D9 verfügte über:
rund 1.750 bis 1.776 PS Startleistung (mit MW-50-Einspritzung bis zu ca. 2.100 PS)
vollautomatischen Motorregler („Bedienung mit einem Hebel“)
zweistufigen Zweigang-Lader
Der Motor verlieh der Maschine (Fw 190 D-9):
exzellente Höhenleistung (kein massiver Leistungsabfall ab 6.000 Metern wie beim BMW 801)
überragende Höchstgeschwindigkeit (bis zu ca. 685–710 km/h)
hervorragende Steigleistung und Beschleunigung im Sturzflug
aerodynamisch schlanke Rumpflinie trotz des geschickt integrierten Ringkühlers
Junkers Jumo 213 A-1 V 12 Motor im Technikmuseum Berlin:
Jumo 213 A1 für die Focke Wulf 190 D 9
Gefürchtet im Luftkampf
Besonders beeindruckend war die Rollrate der Fw 190. Das Flugzeug konnte extrem schnell um die eigene Achse rollen und dadurch Gegner im Kurvenkampf überraschen.
Viele alliierte Piloten beschrieben die Maschine als:
aggressiv
schwer bewaffnet
sehr schnell im Sturzflug
schwierig auszumanövrieren
Vor allem in niedrigen und mittleren Höhen spielte die Fw 190 ihre Stärken aus. Dort war sie zeitweise sogar den frühen Versionen der berühmten britischen Spitfire überlegen.
FW 190 bei der Hahnweide Airshow 2025
Gewaltige Feuerkraft
Die Focke-Wulf war kein leichter Abfangjäger, sondern ein echtes Waffenpaket.
Eine typische Fw 190 A-8 war bewaffnet mit:
2 × 13-mm-MG 131 Maschinengewehren
4 × 20-mm-MG 151/20 Maschinenkanonen
Damit konnte die Maschine:
alliierte Bomber schwer beschädigen
feindliche Jäger in kurzer Zeit abschießen
Bodenziele angreifen
Raketen oder Bomben transportieren
Besonders amerikanische Bomberbesatzungen fürchteten die schweren Frontalangriffe deutscher Fw-190-Verbände.
Focke-Wulf FW 190 – „Würger“ im Luftfahrtmuseum Laatzen-Hannover
Die berühmte FW 190 D „Langnase“
Kurt Tank. Konstrukteur und Testpilot bei Focke-Wulf
Im späteren Kriegsverlauf entstand die bekannte Fw 190 D-Serie, auch „Langnase“ genannt. Statt des runden Sternmotors erhielt diese Variante den längeren Jumo V 12 Reihenmotor. Eine spätere Weiterentwicklung der Nangnase war die Ta 152, benannt nach ihrem Entwickler Kurt Tank. Ein Höhenjäger für Einsatzregionen zwischen 10.000 bis 15.000 Meter mit spezieller Druckkabine.
Die Vorteile:
höhere Geschwindigkeit
bessere Leistungen in großen Höhen
stärker gegen alliierte Begleitjäger
Die Fw 190 D-9 gilt bis heute als eine der elegantesten deutschen Jagdflugzeugversionen des Zweiten Weltkriegs.
„Die Focke-Wulf 190 war kein eleganter Tänzer – sie war ein Faustschlag mit Propeller.“
Kurt Tank Ta 152 Langnase
Einsatz an allen Fronten
Die Focke-Wulf Fw 190 kam nahezu überall zum Einsatz:
an der Ostfront
über Frankreich
in Nordafrika
bei der Reichsverteidigung
gegen alliierte Bomberverbände
Insgesamt entstanden über 20.000 Maschinen verschiedenster Varianten.
Geflogen wurde die Fw 190 unter anderem von bekannten Jagdfliegern wie:
Walter Nowotny
Otto Kittel
Erich Rudorffer
Sound der Focke-Wulf Fw 190 A-8
Warum die Fw 190 bis heute fasziniert
Die Focke-Wulf Fw 190 gilt heute als eines der bedeutendsten Jagdflugzeuge ihrer Zeit. Ihre Kombination aus:
roher Motorleistung
schwerer Bewaffnung
robuster Konstruktion
aggressivem Design
macht sie bis heute zu einer Ikone der Luftfahrtgeschichte.
Erhaltene Originalmaschinen sind selten und zählen heute zu den wertvollsten historischen Flugzeugen weltweit.
Erhaltene Orignalmaschinen FW 190
Erhaltene Originalmaschinen der Focke-Wulf Fw 190 sind heute nur noch selten zu finden. Einige restaurierte Flugzeuge und Wracks befinden sich jedoch noch in Museen und privaten Sammlungen weltweit.
„Die FW 190 hatte so viel Kraft, dass die Maschine im Tiefflug und beim Beschleunigen gefürchtet war. Viele alliierte Piloten waren überrascht, wie schnell die Fw 190 rollen, steigen und wegziehen konnte.“
National Air and Space Museum in Washington D.C. (USA)
National Museum of the United States Air Force in Dayton (USA)
Flying Heritage & Combat Armor Museum (USA)
Norwegian Aviation Museum in Bodø (Norwegen)
Musée de l’Air et de l’Espace in Paris-Le Bourget (Frankreich)
Einige restaurierte Maschinen sowie moderne Nachbauten sind sogar noch flugfähig und werden regelmäßig auf Airshows in den USA oder Europa vorgeführt. Besonders bekannt sind flugfähige Nachbauten der Fw 190 A und der berühmten „Langnase“ Fw 190 D-9.
Focke Wulf 190 Schulflugzeug im Militärhistorisches Museum Berlin-Gatow
Wo gibt es FW 190 Nachbauten?
Flugfähige Nachbauten und rekonstruierte Focke-Wulf Fw 190 gibt es heute vor allem in den USA, teilweise aber auch in Europa. Viele davon basieren auf originalen Bauplänen oder restaurierten Wracks.
Bekannte Standorte und Betreiber sind unter anderem:
Besonders bekannt wurden die Nachbauten der Firma Flug Werk GmbH aus Deutschland. Diese Maschinen orientierten sich sehr eng an der originalen Fw 190 A-Serie und wurden später vor allem in die USA verkauft. Viele davon fliegen heute noch auf Airshows.
Ab den 1990er-Jahren entstanden bei der deutschen Firma Flug Werk originalgetreue Nachbauten der Focke-Wulf Fw 190. Die Maschinen wurden unter der Bezeichnung Fw 190 A-8/N gebaut, wobei das „N“ für „Nachbau“ stand.
Einige der flugfähigen Maschinen nutzen:
originale BMW-801-Komponenten
restaurierte Originalteile
moderne Ersatzmotoren
nachgefertigte Cockpits und Tragflächen
Die berühmte Fw 190 D-13 „Yellow 10“ im Flying Heritage Museum galt lange als eine der wenigen original erhaltenen und flugfähigen Maschinen weltweit.
Auch auf Veranstaltungen wie:
Flying Legends
EAA AirVenture Oshkosh
Duxford Airshow
Warbird Meetings
tauchen regelmäßig flugfähige Fw-190-Nachbauten oder restaurierte Maschinen auf.
Focke-Wulf Fw 190
Die wichtigsten Versionen der Fw 190
Die Fw 190 entwickelte sich während des Krieges von einem kompakten Jagdflugzeug zu einer ganzen Flugzeugfamilie. Motorleistung und Bewaffnung unterschieden sich dabei teilweise erheblich.
Typische Vertreter der wichtigsten Baureihen waren:
Fw 190 A – der klassische Jäger: Die A-Serie wurde vom luftgekühlten BMW-801-Sternmotor angetrieben. Eine typische Fw 190 A-8 verfügte mit dem BMW 801 D-2 über rund 1.700 PS, mit erhöhter Notleistung waren etwa 2.000 PS möglich. Ihre starke Standardbewaffnung bestand in der Regel aus zwei 13-mm-MG 131 und vier 20-mm-MG 151/20. Damit gehörte sie zu den am schwersten bewaffneten einmotorigen Jägern ihrer Zeit.
Fw 190 F – das Schlachtflugzeug: Die für Bodenangriffe optimierte Fw 190 F-8 verwendete ebenfalls den BMW 801 D-2 mit rund 1.700 PS. Typisch waren zwei 13-mm-MG 131 und zwei 20-mm-MG 151/20. Hinzu kamen Bomben und je nach Rüstsatz weitere Außenlasten. Zusätzliche Panzerung schützte die Maschine beim Tiefflugeinsatz gegen Bodenbeschuss.
Fw 190 G – der Jagdbomber: Auch die G-Serie wurde überwiegend von Varianten des BMW 801 mit etwa 1.700 PS angetrieben. Um größere Bombenlasten und Zusatztanks mitführen zu können, wurde die fest eingebaute Bewaffnung reduziert. Typisch waren zwei 20-mm-MG 151/20 in den Tragflächen. Der Schwerpunkt lag auf Reichweite und der Bekämpfung von Bodenzielen.
Die Langnase entsteht
Fw 190 D „Dora“ – die Langnase: Die Fw 190 D-9 erhielt den flüssigkeitsgekühlten Junkers Jumo 213 A mit rund 1.750 PS Startleistung. Mit MW-50-Einspritzung standen kurzzeitig deutlich über 2.000 PS zur Verfügung. Bewaffnet war die D-9 normalerweise mit zwei 13-mm-MG 131 über dem Motor und zwei 20-mm-MG 151/20 in den Tragflächen. Der neue Motor verbesserte vor allem die Leistungen in größeren Höhen.
Ta 152 – die letzte Entwicklungsstufe: Die Ta 152 H war als Höhenjäger ausgelegt und verwendete den Jumo 213 E, der mit MW 50 kurzzeitig mehr als 2.000 PS leisten konnte. Ihre Bewaffnung war enorm: eine 30-mm-MK 108 als Motorkanone (durch die Propellernabe) sowie zwei 20-mm-MG 151/20. Die Ta 152 erreichte die Einsatzverbände allerdings erst Anfang 1945 und wurde nur noch in kleinen Stückzahlen gebaut.
Kurz zusammengefasst: A = schwer bewaffneter Jäger, F = Schlachtflugzeug, G = Jagdbomber, D = Hochleistungsjäger, Ta 152 = Höhenjäger. Die Entwicklung zeigt zugleich sehr schön, wie aus etwa 1.700 PS und vier 20-mm-Kanonen bei der klassischen Fw 190 A am Ende eine Maschine mit über 2.000 PS und 30-mm-Motorkanone entstand.
Technische Daten der Focke-Wulf Fw 190 A-8
Besatzung: 1 Pilot
Hersteller: Focke-Wulf Flugzeugbau GmbH
Erstflug: 1939
Indienststellung: 1941
Flugzeugtyp: Jagdflugzeug / Jagdbomber
Länge: 8,95 Meter
Spannweite: 10,50 Meter
Höhe: 3,95 Meter
Flügelfläche: 18,3 m²
Leergewicht: ca. 3.200 Kilogramm
Maximales Startgewicht: bis zu 4.900 Kilogramm
Motor: BMW 801 D-2 Sternmotor, luftgekühlt, mechanischer Kompressor
Die Focke-Wulf Fw 190 gehörte zu den bekanntesten deutschen Jagdflugzeugen des Zweiten Weltkriegs und erhielt den Spitznamen „Würger“.
Entwickelt wurde die Maschine unter Leitung des Konstrukteurs Kurt Tank bei den Focke-Wulf-Werken in Bremen.
Ihren Erstflug absolvierte die Fw 190 bereits im Jahr 1939, der Fronteinsatz begann ab 1941.
Viele alliierte Piloten betrachteten die Fw 190 als besonders gefährlichen Gegner im Luftkampf.
Charakteristisch war der große luftgekühlte BMW-801-Sternmotor mit hoher Leistung und markanter Frontpartie.
Die Maschine galt als robust, schnell und außergewöhnlich stark bewaffnet.
Besonders die hohe Rollrate machte die Fw 190 im Kurvenkampf sehr gefährlich.
Die Focke-Wulf wurde nicht nur als Jagdflugzeug eingesetzt, sondern auch als Jagdbomber und Schlachtflugzeug.
Produziert wurde die Maschine unter anderem in Bremen, Cottbus, Marienburg und Sorau.
Insgesamt entstanden während des Krieges rund 19.500 Flugzeuge verschiedener Baureihen.
Die berühmte Fw 190 D-Serie erhielt wegen ihres verlängerten Motors den Spitznamen „Langnase“.
Der Nachfolger der FW 190 war die Ta 152, benannt nach dem Chefentwickler Kurt Tank.
Eingesetzt wurde die Fw 190 unter anderem an der Ostfront, über Frankreich sowie bei der Reichsverteidigung.
Besonders gefürchtet war die schwere Bewaffnung bei Angriffen auf alliierte Bomberverbände mit ihren 20 und 30 mm Maschinenkanonen.
Heute existieren weltweit nur noch wenige originale Maschinen in Museen und privaten Sammlungen.
Originale Fw 190 sind unter anderem im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow, im RAF Museum London oder im National Air and Space Museum in den USA ausgestellt.
Einige restaurierte Maschinen und Nachbauten nehmen heute wieder an Flugshows und historischen Vorführungen teil.
Zu den wichtigsten Produktionsstandorten gehörten:
Bremen– Stammwerk von Focke-Wulf und Entwicklungsstandort.
Marienburg – großes Serienwerk.
Cottbus – Endmontage und Produktion.
Sorau – Fertigung von Flugzeugteilen und Montage.
Poznań (damals Posen) – Zulieferung und Fertigung.
Zahlreiche Ausweich- und Untertagewerke, die ab 1944 eingerichtet wurden, um die Produktion vor Bombenangriffen zu schützen.
„Die Fertigung der Focke-Wulf Fw 190 erfolgte in mehreren Werken und bei zahlreichen Zulieferern. Wie in weiten Teilen der deutschen Rüstungsindustrie kamen dabei in erheblichem Umfang Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und ab 1944 auch KZ-Häftlinge zum Einsatz. Die Produktion war damit Teil des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems.“
Häufige Fragen zur Focke-Wulf Fw 190
Was war die Focke-Wulf Fw 190?
Die Fw 190 war ein deutsches Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs und galt als eines der leistungsfähigsten Kampfflugzeuge seiner Zeit.
Warum trug die Fw 190 den Spitznamen „Würger“?
Der Name bezog sich auf den kleinen Raubvogel Neuntöter und sollte die aggressive Wirkung des Flugzeugs symbolisieren.
Wer entwickelte die Focke-Wulf Fw 190?
Die Maschine wurde vom Konstrukteur Kurt Tank bei Focke-Wulf in Bremen entwickelt.
Wann flog die Fw 190 erstmals?
Der Erstflug der Focke-Wulf Fw 190 fand im Jahr 1939 statt.
Warum galt die Fw 190 als so gefährlich?
Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit, robuster Bauweise und starker Bewaffnung machte sie zu einem gefürchteten Gegner im Luftkampf.
Wieviele Einheiten wurden gebaut?
Mit insgesamt rund 19.500 gebauten Maschinen gehörte die Fw 190 zu den wichtigsten deutschen Kampfflugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Die meistproduzierte Einzelversion war die Fw 190 A-8: Von ihr entstanden ab 1944 rund 6.600 Exemplare.
Wo wurde die Fw 190 gebaut?
Die Produktion erfolgte unter anderem in Bremen, Cottbus, Marienburg (Malbork, Nord Polen) und Sorau (Żary, West Polen).
Welche Aufgaben erfüllte die Fw 190?
Die Maschine wurde als Jagdflugzeug, Jagdbomber, Schlachtflugzeug und Bomberjäger eingesetzt.
Gibt es heute noch originale Focke-Wulf Fw 190?
Ja, einige originale Maschinen sind bis heute erhalten geblieben und stehen in Museen oder privaten Sammlungen.
Wo kann man eine Fw 190 heute besichtigen?
Originalmaschinen befinden sich unter anderem in Berlin-Gatow, London, Washington und weiteren Luftfahrtmuseen weltweit.
Fliegen heute noch Focke-Wulf Fw 190?
Einige restaurierte Originalmaschinen und moderne Nachbauten werden noch heute bei Flugshows vorgeführt.
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